Vorbericht zum Cup-Viertelfinal gegen GC

Was für ein Grottenkick am letzten Samstag. Das grenzte an Folter. Guantanamo-Häftlinge bevorzugen wohl weiterhin Waterboarding. Was Sion zeigte war schlicht eine Katastrophe. Zehn Verteidiger und ein Torhüter – sogar Danilo war meist in der eigenen Platzhälfte. War dies ein Wink mit dem Zaunpfahl an Muri oder wollten die Walliser einfach von Beginn weg den einen Punkt einbetonieren. Wir werden es wohl nie erfahren. Irgendwie ist es auch egal. Luzern ist und bleibt offensiv harmlos. Mal hier ein Querpass, mal da ein Rückpass – nichts Überraschendes und nichts Kreatives. Nicht mal die Frisuren wissen vom Ballgeschiebe abzulenken. Wer gegen uns mauert, hat nichts zu befürchten. Die Luzerner waren zwar eindeutig die engagiertere Mannschaft, aber gegen die erfahrene und solide Hintermannschaft der Walliser war nichts auszurichten. Der auf miserable Weise verschossene Penalty von Renggli passte wie die Faust aufs Auge zu diesem Spiel ohne Highlights. Es bleiben eigentlich nur drei Worte: „Ich habe fertig!“

Wir können einzig hoffen, dass GC nicht mit der gleichen Taktik wie Sion sein Glück versuchen wird. Wobei deren Verteidigung zum Glück zu schlecht und inkonsistent für ein Spiel auf zu null ist. Der 2:0 Erfolg der Grasshoppers gegen die Young Boys könnte als die grösste Überraschung seit Christi‘s Auferstehung gesehen werden, würde YB auch nur annähernd sein Potential abschöpfen. Aber YB spielt zum Glück noch inkonsistenter als der Rest der Liga. Denn ein Sieg der Grashüpfer aus Zürich war – gemessen an deren bisher schlicht katastrophalen Auftritten in der Rückrunde – eine faustdicke Überraschung. Was bleibt ist die Hoffnung, dass ihnen dieser Erfolg nicht gross Auftrieb verleihen wird und sie ihre eigentlich schwache Form in den Cup-Viertelfinal retten.

Als drittschlechteste Mannschaft der Rückrunde kann sich aber auch Luzern nicht gerade brüsten. Das Spiel könnte auch unter dem Titel ‚Not gegen Elend‘ beschrieben werden. Nichts desto trotz sollte man sich das Spiel antun und hoffen, dass der Wechsel des Wettbewerbs unserer Mannschaft den Kopf etwas lüften kann.

Die Sandoz Trophäe

Die Lust über die Taktik oder die Aufstellung zu sprechen war schon grösser. Mir ist es egal wer am Dienstag in der Startaufstellung sein wird oder welche taktischen Vorgaben das Team zu erfüllen hat. Was ich sehen will ist bedingungsloser Einsatz aller Beteiligten. Der Funken soll endlich wieder auf die Ränge überspringen. Ich will die Mannschaft unterstützen und nicht nur mich selbst unterhalten. Es braucht Emotionen. Kampf und Spirit – der Wille alles zu geben. Statt Red Bull zu trinken, sollen die Spieler besser echte Stierhoden essen. Egal was, aber GC muss bereits in den Katakomben die Hosen voll und Gewissheit haben, dass sie dieses Spiel verlieren werden. Eine solche Einstellung wird auch auf die Ränge überschwappen und ein Fussball-Fest erzeugen. Auf das wir der Sandoz Trophäe einen Schritt näher kommen.

Ein Sieg und die Qualifikation für den Halbfinal ist absolute Pflicht. Dieses GC ist in Normalform unterirdisch und muss besiegt werden können. Beinahe wichtiger erscheint mir jedoch endlich wieder Leidenschaft zu verspüren. Der Cup ist bekanntermassen das Richtige Gefäss dafür.

HO-HO-HOPP LOZÄRN

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