Vorbericht zum Spiel in Bern

Was bleibt ist Stirnrunzeln über die Ära Gross bei YB

Am Samstag geht es gegen YB. Ein weiteres Mal kann man den Puls unserer Mannschaft fühlen, bevor es in knapp zwei Wochen an gleicher Stätte zum Highlight des Jahres kommt. Die gelb-schwarzen zeigen sich momentan nicht gerade von ihrer Schokoladenseite. Das Team wirkt verunsichert und ohne Konzept. Erfolgstrainer und Meistermacher Christian Gross konnte daran seit letztem Sommer nichts ändern. Er hat es seinen Vorgängern gleichgetan und es gelinde gesagt ‚veryoungboyst‘. Letztes Wochenende musste er schliesslich seinen Platz räumen. Die Mannschaft antwortete darauf mit einem erstaunlich guten Beginn in die Partie gegen den FCZ. Man wusste Druck zu erzeugen und kreierte gar einige Torchancen. Es war die beste Halbzeit seit langem. Kurz vor der Pause traf dann Bobadilla, unter gütiger Mithilfe der passiven Zürcher Defensive und erlöste die gebeutelten YB-Fans. Der Gaucho dankte Gross nach dem Tor gar mit der Aufschrift ‚Gracias por todo Sr. Gross‘ auf seinem T-Shirt. Damit scheint er sich nicht der allgemeinen Gemütslage anpassen zu wollen. Denn sonst ist weder bei den Spielern und schon gar nicht bei den Fans grosse Trauer über den Abgang von Gross auszumachen. Im Gegenteil. Die Mannschaft und der Anhang schienen erlöst und befreit. So fühlten sich den auch die ersten 45 Minuten im Spiel gegen Zürich an. Die Freude währte jedoch nur kurz. Das gezeigte in Halbzeit zwei erinnerte stark an die letzten Spiele unter Gross. Das Team hatte keine Ideen, die Spieler wirkten verunsichert und nach vorne lief praktisch nichts mehr zusammen. Nur mit viel Glück konnten die Hauptstädter das 1:0 über die Runden retten. Verdient war es allemal nicht.

Die drei Punkte von YB unter der Woche bedeuten, dass der Abstand zu Luzern nun noch vier Punkte beträgt. Es handelt sich bei der samstäglichen Begegnung deshalb um ein 6-Punkte Spiel bezüglich des zweiten Tabellenranges. Schaffen es die Leuchtenstädter, dass Spiel für sich zu entscheiden, so würde der Abstand zu YB auf 7 Punkte anwachsen. Es wäre vermutlich die endgültige Entscheidung im Rennen um Platz 2. Auch ein Unentschieden schmälert YB’s Chancen beträchtlich, sind danach doch nur noch drei Spiele ausstehend. Einzig ein Sieg der Berner vermag das Rennen um Rang 2 wohl nochmals so richtig zu entfachen.

Die Chancen für die Luzerner stehen jedoch gut, dies vermeiden zu können. Zum Einen waren sie spielfrei unter der Woche und werden deshalb hoffentlich frischer sein als die Berner, zum Anderen scheint YB nach wie vor unsicher und fern von einer gefestigten Einheit. Mit der üblich aufsässigen Spielweise der Yakin-Truppe werden die gelb-schwarzen deshalb Probleme bekunden. Zudem haben sie sich in letzter Zeit auch fehleranfällig gezeigt. Ein blau-weisses Pressing kann genau solche provozieren. Einzig die Luzerner Kreativabteilung sowie die offensive Effizienz dürften sich noch deutlich verbessern. Es scheint als sei der Abgang von Hakan Yakin im Winter noch immer nicht vollständig verdaut. Denn schön herausgespielte Offensivaktionen sind momentan extreme Mangelware. Unter der Leitung des Offensiv-Genies gehörten sie noch zum üblichen Luzerner Repertoire. Ebenfalls müssen die Luzerner noch an der Konstanz arbeiten. Man passt sich bisher vorwiegend dem Niveau des Gegners an, was gerade das Spiel gegen GC letzte Woche wieder unter Beweis gestellt hat. Luzern hat stark angefangen, danach aber umso stärker nachgelassen. Die Anpassungsfähigkeit ermöglicht es zwar mit Gegnern wie Basel mitzuhalten, verhindert aber ein dominantes Auftreten gegen die vermeintlich schwächeren Teams. Auch letzte Woche wurden wir dafür wieder bestraft. Schaffte es die Mannschaft in dieser Saison eine konstant gute Leistung über 90 Minuten durchzuziehen, so schauten am Schluss eigentlich immer drei Punkte heraus. Genauso solch einen Match zeigten die blau-weissen im Hinspiel der Rückrunde zu Hause gegen YB. Man zog das eigene Spiel über die gesamte Spieldauer konsequent durch und fertigte YB mit 2:0 ab. Die Berner guckten dabei blöd aus der Wäsche, hatten sie doch kaum eine gute Offensivaktion zu verzeichnen.

Bei der aktuellen Gemütslage in Luzern und verglichen mit dem Zustand der Young Boys, bin ich durchaus positiv für dieses Spiel. Es ist zudem die Hauptprobe zum Cupfinal an gleicher Stätte in weniger als zwei Wochen. Ein Sieg ist deshalb doppelt wertvoll.

HO-HO-HOPP LOZÄRN!

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