Meister 2013 – Warum der FCL diese Saison ganz oben stehen wird!!

Die Super League Saison 2012/13

Nun, es mag auf den ersten Blick etwas gewagt und träumerisch klingen, dass der FCL diese Saison tatsächlich Meister werden soll. Viele belächeln die Zentralschweizer nach wie vor und glauben nicht, dass sie für den ganz grossen Coup bereit sind. Es gibt aber gute Gründe dafür, sich ernsthaft mit dieser Frage auseinanderzusetzen. Nebst der kontinuierlichen sportlichen Entwicklung der letzten Jahre, sprechen auch andere Faktoren zugunsten des FC Luzern. Gemeint sind nicht unprofessionelle Hillbilly Experten-Einschätzungen sondern harte und unumstössliche wissenschaftliche Fakten, welche ganz klar in diese Richtung deuten.
Das International Centre for Sports Studies in Neuenburg gibt jährlich eine Meisterprognose für die Top-5 Ligen in Europa heraus. Ihre Trefferquote ist beachtlich. Viele der Prognosen treffen ins Schwarze oder der vermeintliche Meister schliesst zumindest in den Top 3 der Liga ab. FCL Fan Blog hat sich diese Analyse einmal genauer angeschaut und erstaunliches festgestellt. FCL Fans, es gibt gute Neuigkeiten.

Die Vorhersage des CIES – Football Observatory bezieht sich auf 6 zentrale Faktoren. Eine Mannschaft wird bewertet aufgrund von Durchschnittsalter, Verbleibdauer eines Spielers beim Klub, Durchschnittsgrösse, Anzahl Spieler aus dem eigenen Nachwuchs, Prozentsatz an Internationalen und Ausländeranteil. Die exakte Gewichtung und die offizielle Formel ist FCL Fan Blog unbekannt. Allerdings lässt sich dies vernachlässigen beziehungsweise selbst rekonstruieren. Dazu aber später mehr.

Verbleibdauer eines Spielers beim Klub

Von absolut zentraler Bedeutung für den Erfolg einer Mannschaft ist ihre neuste Geschichte und Entwicklung. Dabei ist die grundsätzliche Frage: Besteht das Team aus einer Gruppe bunt zusammengewürfelter Kicker, oder ist die Truppe eine eingespielte Einheit, welche die Laufwege, Ideen und Stärken ihrer Mitspieler exakt kennt? Viele Schwächen können durch das Kollektiv ausgebügelt werden, weshalb dieser Punkt von enormer Bedeutung ist. Ein Grossteil der Spieler beim FCL ist schon länger beim Klub. Das Team ist eingespielt und es gibt auf diese Saison hin kaum Neuerungen. Diese Mischung reichte letztes Jahr zu Platz zwei in der Liga und zum Einzug in den Cupfinal. Die Fahrtrichtung stimmt also. Gezielte Verstärkungen und eine weitere Festigung des Kollektivs werden diese Saison folgen. Beim Kader, wie es sich momentan präsentiert, haben die Spieler eine durchschnittliche Verbleibdauer von 2,78 Jahren. Das ist ein sehr guter Wert, jedoch im internationalen Vergleich nicht herausragend. Reduziert man den Kreis der analysierten Spieler aber nur auf die Leistungsträger in der Mannschaft, so ergibt sich je nach Auswahl der Stammelf ein deutlich höherer Wert von über 3,2 Jahren. Für eine Ausbildungsliga wie die Schweiz ist das ein hervorragender Wert und kaum zu übertreffen. Basel kommt mit dem momentan auf ihrer Website präsentierten Kader beispielsweise auf eine Durchschnittsverbleibdauer von 1,92 Jahren. Das ist wiederum extrem tief. Auch Zürich, YB oder Sion wissen in dieser Statistik überhaupt nicht zu überzeugen. Nach der Analyse des so wichtigen Faktor Verbleibdauer beim Klub lässt sich konstatieren: Vorteil FCL.

Durchschnittsalter

Im Bereich Durchschnittsalter überzeugt der FCL mit einer ausgeglichenen Mannschaft. Es gibt junge und hungrige sowie alte und erfahrene Spieler. Insgesamt eine gesunde Mischung, welche im Schnitt ein Alter von 24,8 Jahren aufweist. Erneut gilt, reduziert man den Kreis der Spieler auf die Leistungsträger, so steigt das Alter auf gut 26,3 Jahre an. Ein idealer Wert, welcher im internationalen Vergleich immer noch eher als tief einzustufen ist und zur perfekten Mischung mutieren könnte. Basel mit 24.2 und Zürich mit 24,0 sind momentan noch deutlich jüngere Mannschaften. Sion weist einen Wert von 25.3 Jahren aus (Tendenz steigend) und YB liegt mit gut 25.5 Jahren im Schnitt ebenfalls im oberen Mittelfeld der Super League. Alles in allem ergeben sich für Luzern hier sicherlich keine Nachteile.

Ausländeranteil

Der FC Luzern verfügt über eine durchschnittliche Anzahl Söldner. Momentan machen sie gut 35% der Mannschaft aus. Dieser Wert ist in der Super League absolut konkurrenzfähig und im internationalen Vergleich gar sehr tief. Allerdings sagt die Zahl noch wenig über die Leistungsstärke der Einzelnen aus. In Luzern spielen mit Puljic, Sarr, Ferreira, Lezcano oder Hyka die Mehrheit einen relativ wichtigen Part in der Mannschaft. Das Kontingent wird also sinnvoll eingesetzt.

Eigengewächse

Trotz vielen Rufen nach mehr Lokalität im Team, lässt sich festhalten, dass sich der FC Luzern über mangelnde Eigengewächse eigentlich nicht beklagen kann. Zwar haben nur wenige von ihnen bisher den grossen Wurf gelandet, aber im aktuellen Kader blicken zehn Spieler auf eine Vergangenheit in der FCL Jugend zurück. Beim momentan offiziellen Kader von 23 Spielern ist das mehr als 43% der Mannschaft. Eine stolze Zahl. Um jegliche Zweifel aus der Welt zu schaffen, hier noch die Aufzählung der berücksichtigten Spieler: Zibung, Strohhammer, Bühler, Urtic, Lustenberger, Wiss, Kryeziu, Renggli, Sorgic, Siegrist.

Anzahl Internationale

Winter, Gygax, Wiss und Hyka weisen Länderspiele mit der A-Nationalmannschaft auf. Zudem spielte ein Grossteil der Spieler irgendwann bei einer U-Auswahl seines Landes. Es ist keine beeindruckende Bilanz, muss aber in Anbetracht der Konkurrenz in der Super League nicht versteckt werden. Zumal die Tendenz an Nationalspielern aus Luzern in letzter Zeit deutlich steigend ist und sich Spieler durch ihre Leistungen beim FCL erst in den Fokus der Nationaltrainer gespielt haben.

Fazit

Nebst allen guten Gründen, weshalb der FCL diese Saison den Meisterkübel in die Höhe stemmen könnte, liefert diese Analyse auch noch die zahlenbasierten Grunddaten, um dieses Gefühl zu unterstützen. Die Wissenschaftler des CIES haben die erwähnten Faktoren über Jahre als zentrale Meistermacher identifiziert. Der FC Luzern weiss in allen Belangen zu überzeugen. In keiner Kategorie weisen die Leuchtenstädter eine schlechte Bilanz auf. Und noch wichtiger; in den Hauptkritikpunkten wie Verbleibdauer beim Klub oder Durchschnittsalter führt man die Statistik an. Es liegt jetzt einzig an der Mannschaft, oben angesprochenes auf den Platz zu bringen und Tabellenplatz 1 zu sichern.

Das Objekt der Begierde

Viele mögen dieser Analyse misstrauen oder sind noch skeptisch. Die Vorteile eines stabilen Mannschaftsgefüges sollten aber gerade zu Beginn der Saison sichtbar sein. Während andere Mannschaften sich erst finden müssen und noch keine eingespielte Einheit sind, wird der FC Luzern von Anfang an das gesamte Potential abrufen können. Die Mannschaft ist eingespielt, kennt Trainer und Taktik, kennt Laufwege, Stärken und Schwächen der Mitspieler und vieles mehr. Was nützt dem FC Sion ein Gattuso, wenn er nicht instinktiv weiss, wem und wohin er die Bälle schlagen soll? Was nützen dem FCB zwei gute Stürmer, wenn sie vorerst vorne keine Bälle für Abschlüsse erhalten? Was nützen YB viele vermeintliche Top-Spieler, wenn das Mannschaftsgefüge nicht passt? Mit diesen Problemen müssen die anderen Klubs erst einmal umgehen, weshalb sie gerade an den ersten Spieltagen wohl kaum zu überzeugen wissen. Der FCL muss diese Situation ausnutzen und furios in die Saison starten. Hat man einmal ein solides Polster aufgebaut, sollte es möglich sein, dies zu verteidigen und am Ende der Saison ganz oben zu stehen. Die Vorzeichen stehen gut. So gut wie vermutlich schon lange nicht mehr. Zudem sind die gröbsten Unruheherde im Klub gelöst und man sollte sich nun voll auf die zentrale Aufgabe – den Fussball – konzentrieren können. Mit der Unterstützung der Fans werden nochmals ein paar Prozent mehr an Leistungsreserven freigemacht. Alles in allem eine ausgezeichnete Ausgangslage, welche es nun gilt in Resultate zu verwandeln. Wir dürfen optimistisch in die Saison starten. Denn wir sind nicht mehr auf Schwächen der Gegner angewiesen. Die eigene Stärke reicht dieses Jahr aus. Zu Beginn braucht es vielleicht auch etwas Glück. Kommt aber das Räderwerk nach 1-2 Siegen erst einmal in Gang, wird es der Konkurrenz kaum gelingen, den FCL zu stoppen. Ich freue mich auf eine grossartige Saison, welche bereits in zwei Wochen beginnt und hoffentlich mit einem Titel beendet werden kann. Die Aussichten sind jedenfalls verheissungsvoll.

Auf zum Titel – FC LUZERN!!!!!

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3 Kommentare

  1. Peter Pan

     /  2. Juli 2012

    Sag mal was hast du denn geraucht? :D

    Antwort
  2. Andy

     /  3. Juli 2012

    alles etwas gar weit hergeholt…
    warum wird nur beim FCL die Leistungsträger berücksichtigt, bei den anderen das ganze Kader?
    von den Einheimischen Spieler ist einer der Goalie Nr. 3 (Strohhammer) und mindestens zwei andere (Urtic, Siegrist) möchte der FCL los werden, dass Sorgic bisher verletzungsbedingt kaum gespielt hat, lassen wir mal aussen vor.
    Am Lustigsten finde ich die Internationalen… Wiss und Winter haben gerade mal ein paar Minuten gespielt (und das wohl unter anderem weil das Länderspiel in Luzern war und der Verband hoffte so noch ein paar Tickets zu verkaufen). Die Länderspiele von Gygax sind zudem eine Weile her… Und Spieler die in ihrer Jugend Länderspiele mit den U-Natis absolvierten gibts in jedem SL-Kader wie Sand am Meer…

    Fazit: wenns Lustig sein soll, ist es zuwenig satirisch geschrieben. Wenns ernst gemeint ist hoff ich, dass die Verantwortlichen vom FCL seriöser und realistischer arbeiten…

    Antwort
  3. Semi

     /  5. Juli 2012

    Man darf ja wohl noch träumen :D Also ich finde auch, dass der FCL sich nicht zu verstecken braucht nächste Saison, aber schweizer Meister? Wie gesagt: träumen…

    Antwort

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