Der Sonnenkönig

Zur Fasnachtszeit mal ein etwas anderer Beitrag. Vielerorts wird dieser Tage auf Bühnen aufgetreten und Gedichte, Balladen und Limericks vorgetragen. So versuchte auch ich mich als ‚Reimlischiäbär‘ und habe ein paar Verse zu einer Geschichte geformt.

Der Sonnenkönig

Portrait des Sonnenkönigs

Es war einmal vor nicht allzu langer Zeit,
da fühlte sich ein Mann so blitzgescheit.

Er baute sich ein grosses, schönes Schloss,
von wo aus er regelmässig Öl ins Feuer goss.

Er wähnte sich dort in Sicherheit,
als plötzlich ein jemand lauthals schreit:

„Wir müssen eine Arche bauen,
und Gästen die freie Einsicht klauen!“

Der kreischende ganz geisteskrank,
heisst in Wirklichkeit Dani Frank.

So machten sie sich an die Säcke,
Architekt des Schiffs war Neuendorf die Zecke.

Gearbeitet wurde Tag ein Tag aus,
unter der Leitung von Dariusz Wosz, der Zaubermaus.

Alle halfen mit beim Bau,
sogar Canepas wollige Frau.

Man half sich gegenseitig wo man konnte,
während dem sich der König wohlig sonnte.

Gearbeitet wurde kreativ und munter,
brauchte man einen Kran rief man einfach: „Nelson lass dein Haar herunter.“

Abends um fünf ertönte der Gong,
von Schellenmeister David Zibung.

Dann war jeweils Arbeitsschluss,
und man begab sich in der Stadt an den Fluss.

Stolz posierend

Der Sonnenkönig unterdessen,
wurde teilweise schon fast vergessen.

Damit war er nicht zufrieden,
und störte die Arbeitenden in ihrem Frieden.

Vor dem Spiegel sagte er zu sich:
„Die Arche Noah, das bin ich!“

Er machte sich jeweils auf die Pirsch,
mit seinem Handlanger Daniel Wyrsch.

Auf der Baustelle sind sie rumgeeilt,
haben manchmal ein paar Medis verteilt.

Mal hier mal da auf die Finger geklopft,
den einen oder anderen in einen Maulkorb gestopft.

Ständig wurde auch korrigiert,
und überall der Chef markiert.

Langsam machte sich im Lager Unruhe breit.
„Isch de siech eigentlich durägheit?“

Wir sind doch eigentlich voll im Soll.
„Lass uns in Ruh, du gemeiner Troll.“

Ich sage euch jetzt ganz im Vertrauen,
es macht mir zwar schon etwas das Grauen.

Mir wird ganz anders und auch schlecht,
in Wirklichkeit ist diese Geschichte echt.

Sie spielt sich zwar leicht anders ab,
aber kennen tut man sie landauf landab.

Der Sonnenkönig, mit Verlaub,
macht sich hoffentlich bald aus dem Staub.

Noch denkt er sich er sei so schlau und weise
Und sagt vor sich hin ganz still und leise

„Ach wie gut das niemand weiss
dass ich Walter Stierli heiss“

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